Frankfurter Felsen
Zwischen dunklem Nadelwald und duftendem Boden tritt hier der Granit ans Licht: kühl im Schatten, rau unter der Hand, von Sonne warmgestrichen. Die Frankfurter Felsen sind eine kompakte Gruppe aus verwitterten Blöcken auf etwa 700 Metern Höhe oberhalb von Świeradów-Zdrój, als geologisches Naturdenkmal anerkannt. In den stillen Ritzen stehen Moose und Flechten, der Wind pfeift leise zwischen den Türmen. Wer ankommt, spürt sofort diese klare, spröde Schönheit, die den Isergebirgshöhen eigen ist – schlicht, ehrlich, uninszeniert.
Vom Waldpfad aus öffnet sich am Rand der Felsen ein kleiner Aussichtspunkt; unter einem liegt der Kurort, dahinter staffeln sich weiche Rücken und Täler. Früh am Morgen oder im späten Licht zeichnen sich Konturen besonders fein ab, an klaren Wintertagen scheint die Luft zu knistern. Mit festem Tritt kann man ein paar Blöcke erklimmen und die Körnung des Gesteins studieren, dann einfach sitzen, Atem holen, lauschen. Ein kurzer Abstecher, der das Wesen der Góry Izerskie bündelt: Fels, Wald, Wind und Weite.