Smrk
Pfeifender Wind über dunklen Fichten, das Licht tanzt auf blankem Granit – so empfängt der Smrk jene, die seinen langgezogenen Rücken erklimmen. Mit 1124 Metern ist er der höchste Gipfel des tschechischen Teils des Isergebirges, nur einen Steinwurf jenseits der polnischen Grenze. Auf dem breiten Scheitel steht seit 2003 ein Aussichtsturm, der die Weite über die Wälder hebt. Der Aufstieg führt über waldige Wege und steinige Stufen, die letzten Meter sind ein stilles, erdiges Tasten hinauf in den offenen Wind.
Ob früh am Morgen oder in den goldenen Nachmittagsstunden: Von oben spannt sich ein ruhiger Rundblick über Kämme, Täler und das moorig-helle Plateau des Isergebirges; an klaren Tagen reicht der Horizont weit über die Grenzberge hinaus. Man verweilt, lauscht dem Rauschen der Baumkronen, sammelt Atem und Richtung für den Rückweg. Für Gäste aus Świeradów‑Zdrój ist der Smrk ein nahes, aussichtsreiches Ziel – ein Stück wilder Bergwelt direkt neben dem Kurort, das die wohltuende Seite dieser Landschaft mit einer Prise Gipfelgefühl abrundet.